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Ruhrtour bei Nacht

Bisheriger Höhepunkt des AK-Lebens war die „Ruhrtour bei Nacht“ im September 2012. 14 Teilnehmer haben wir für ein interessantes aber auch anspruchsvolles  Programm begeistern können. Nach dem Treffen in einem Restaurant in Duisburg, wo wir uns gemeinsam auf die Nacht einstimmen konnten, ging es von da an im Bus weiter. Jeder Kreis hatte für die nun gestärkte Runde ein Highlight organisiert. Los ging es mit einer Besichtigung des denkmalgeschützten Wasserkraftwerks Raffelberg in Mülheim. Das Werk ist seit 1926 am Netz. Nicht nur die Turbinenhalle mit Ihren historischen Maschinen konnten wir in Aktion sehen, sondern auch die Steuerung und das Außengelände. Ein Super-Auftakt für eine noch lange Nacht.

ak_ruhrgebiet_wasserkraftwerk_48994Nach diesem informativen Rundgang ging es zurück in Richtung Duisburg. Wir hatten die seltene Gelegenheit, einen Teil der Anlagen der Firma Sachtleben in Duisburg zu besichtigen. Mit einem äußerst fachkundigen Führer konnten wir das betriebseigene Heizkraftwerk gezeigt und erklärt bekommen. Im Anschluss gab es einen überwältigenden Blick vom Dach des Heizwerkes über die nächtliche Industriekulisse und den Rhein.

Die frische Luft half auch gegen die Müdigkeit.
Nun zurück in den Bus und Start in Richtung Bochum, genauer gesagt nach Herne. Wir wurden bereits bei der Firma Dachser in einer der neuesten Anlagen des Unternehmens erwartet. Im Logistikzentrum Herne werden Lebensmittel gelagert und umgeschlagen, dies sowohl bei normalen Temperaturen als auch im Kühlbereich. Wir konnten das Lager, die Umschlagszone und auch den Bürotrakt sehen. Sogar der Umschlag war zu so später Stunde (es war mittlerweile weit nach Mitternacht) noch im Gange. Es wurde sicher deutlich, welch komplexe Logistik nötig ist, damit wir am Samstag alle gewünschten Produkte frisch im Supermarkt finden können.
Nach einer langen und interessanten Diskussion mit dem Betriebsleiter von Dachser und bereichert um einige Erkenntnisse ging es weiter zur letzten Station, und endlich sollten alle selbst etwas zu tun bekommen. Im Backhaus 24 in Witten beginnt der Tag früh, so wie es sich für eine Bäckerei gehört. Als wir gegen 04.00 Uhr auf den Hof rollten, war unser Arbeitsmaterial schon bereit. Für jeden rund 500 Gramm Teig, Mehl und ein geduldiger Bäckersmann. Nach einer kurzen Erklärung konnte jeder unter dem Blick des Meisters einen Hefezopf formen. Nach einigen Startschwierigkeiten lagen nach kurzer Zeit eine ganze Reihe recht individueller Hefezöpfe vor uns auf dem Tisch. Nun hieß es: ab in den Ofen. In der Zwischenzeit bekamen wir eine kleine Führung und einen interessanten Vortrag über die Erfolgsgeschichte und die Visionen des Unternehmens durch den Geschäftsführer. Die lange Nacht und der Duft in der Backstube zeigten Ihre Wirkung, alle brauchten nun etwas Stärkung. Der bereits fertig gedeckte Tisch war mit allem beladen, was man sich für ein großes Frühstück wünschen konnte. Die Teller und Tassen waren schnell gefüllt … und auch wieder geleert. Bis 06.00 Uhr wurde nun noch geredet und gegessen, dann waren die Hefezöpfe fertig. Jeder nahm stolz sein Unikat in Empfang und ab nach Hause. Nach einer zugegeben ruhigeren Rückfahrt erreichte jeder wohlbehalten sein Zuhause.

Von dieser Veranstaltung werden wir noch lange reden, und die nächste ist schon in Planung.