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Hendrick Wüst, Thomas René Müller  (v.l.)

Know-How-Transfer im Landtag NRW

Einmal jährlich findet der sogenannte Know-How-Transfer Wirtschaft/Politik (KHT) zwischen den Wirtschaftsjunioren und den Landtagsabgeordneten NRW statt. In diesem Jahr war u.a. Thomas René Müller von Solvay Chemicals GmbH für die Wirtschaftsjunioren Duisburg im Landtag NRW in Düsseldorf. Er begleitete zwei Tage Hendrik Wüst (wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU) durch Fraktionssitzungen, Plenarsaal und politische Diskussionen.

Hendrick Wüst, Thomas René Müller (v.l.)

Hendrick Wüst, Thomas René Müller (v.l.)

Im folgenden Interview berichtet Thomas René Müller von seinen Erfahrungen beim Know-How Transfer und den daraus entwickelten Ideen. Das Interview führte der Duisburger Wirtschaftsjunior Henning Grzesiek

H: Hallo Thomas, Du warst im Oktober 2013 beim Know-How-Transfer im Landtag NRW. Wie hat es Dir gefallen?
T: Hallo Henning, der Know-How-Transfer war eine informative Veranstaltung zwischen uns als Wirtschaftsjunioren und den Landtagsabgeordneten. Die Organisation seitens der Landesgeschäftsstelle war hervorragend. Wir konnten live miterleben wie aktive politische Arbeit aussieht und hatten die Möglichkeit, das Alltagsgeschäft der Landtagsabgeordneten kennen zu lernen sowie viele interessante politische Diskussionen zu führen. Dabei erfährt man einiges über die Einflussfaktoren, die in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden sollten. Nach meinen Erfahrungen sind die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort NRW parteiübergreifend bekannt. Die abgeleiteten Maßnahmen und Programme unterscheiden sich zwischen den Parteien teilweise nur geringfügig. Das war für mich sehr überraschend.
H: Also kannst Du den Know-How-Transfer weiterempfehlen?
T: Uneingeschränkt JA, wenn man sich für politische Zusammenhänge interessiert. Schließlich stellt die Politik die Rahmenbedingungen auf in denen die Wirtschaft arbeiten darf. Daher kann ich jeden Wirtschaftsjunioren dazu ermutigen am KHT teilzunehmen.
H: Das hört sich toll an. Du warst beim Landtagsabgeordneten Hendrik Wüst (CDU). Wieso?
T: Richtig, ich war beim Landtagsabgeordneten Hendrik Wüst (CDU). Herr Wüst war für mich erste Wahl, da er wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU im Landtag NRW ist. Wir haben einige interessante wirtschaftspolitische Diskussionen geführt. Er war sehr aufgeschlossen gegenüber den Fragestellungen und Vorschlägen die sich aus unseren Diskussionen ergeben haben. Ein wichtiges Thema für mich aus der Chemieindustrie sind die aktuell hohen Energiepreise. Die derzeitige Situation stellt eine erhebliche Belastung für diese energieintensive Branche dar, die große Anstrengungen unternimmt, ihre Effizienz zu steigern und weiterhin im globalen Wettbewerb eine Führungsrolle zu spielen.
H: Hast du Unterschiede im Alltag zwischen Politikern und Managern aus der Wirtschaft festgestellt?
T: Also nach meinen Erfahrungen gibt es hier kaum Unterschiede. Ich war von dem erlebten Arbeitspensum der Politiker begeistert. Hier können sich einige Manager aus der Wirtschaft eine Scheibe abschneiden. Die Arbeitsweise war effektiv und effizient. Mit Herrn Wüst habe ich einen Menschen erlebt, der mit Leib und Seele Politiker ist. Ich wünsche ihm viel Erfolg.
H: Welche Erfahrungen und Ideen nimmst Du aus dem KHT mit nach Hause?
T: Ich nehme die interessanten Diskussionen und neuen Sichtweisen mit nach Hause. Politische Diskussionen und Lösungen müssen aus vielen verschiedenen Wählersichten betrachtet werden. Schließlich repräsentieren unsere gewählten Politiker die Vielfalt der in Deutschland lebenden Menschen. Die Wirtschaft ist ein wichtiger Baustein in diesem Puzzle.
H: Die Wirtschaft ist ein wichtiger Baustein in diesem Puzzle?
T: Ja, dieser Baustein ist wichtig und von uns gestaltbar als Wirtschaftsjunioren. Besonders in Duisburg und der Region haben wir eine starke Wirtschaft, die gemeinsam mit der Politik Großes für die Menschen schaffen kann. Beide Seiten können voneinander lernen und großartige Projekte stemmen. Sie müssen nur wollen.
H: Das heißt konkret?
T: Das wir bei den Wirtschaftsjunioren Duisburg einen Arbeitskreis Wirtschaft/Politik gründen. Wir möchten von Seiten der jungen Wirtschaft unseren Beitrag für Duisburg und die Region leisten. Das fängt mit Interesse für politische Zusammenhänge von jungen Wirtschaftsvertretern an und endet bei der aktiven Gestaltung der Zukunft mit der Politik.
H: Willst du den Arbeitskreis alleine führen?
T: Nein, ich habe bereits Daniel Vahnenbruck für den Arbeitskreis Wirtschaft/Politik gewinnen können. Und über weitere Teilnehmer freuen wir uns natürlich.
H: Danke, dass du Dir die Zeit für das Interview genommen hast. Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Aufbau des Arbeitskreises.
T: Vielen Dank.